Insolvenz und Abwicklung

Es war ein reiner Zufall, dass die Kanzlei vor rund 5 Jahren bei der Abwicklung des USA Vermögens eines deutschen Unternehmens um Rat gefragt wurde. Der deutsche Insolvenzverwalter hatte einen weiteren Klienten, für den wir vor vielen Jahren eine Firma in Delaware gegründet hatten. Unsere Aktivitäten im Insolvenzbereich haben seit dem stetig zugenommen. In den meisten Fällen geht es — quasi auf der ersten Stufe — um Ausstattung des Insolvenzverwalters mit Verfügungsgewalt über die Angelegenheiten der (nicht-insolventen) amerikanischen Tochtergesellschaft. Dies ist kein Automatismus; – die gesellschaftsrechtlichen Regeln der meisten US-Bundesstaaten sind so ausgestaltet, dass die Rechte der Shareholderin auf einen kleinen Katalog geschäftlicher Transaktionen begrenzt sind, zu denen das Insolvenzverfahren nicht gehört. Auf der zweiten Stufe kann die Kanzlei bei der Veräußerung entweder der Vermögenswerte der US-Tochter beraten, oder bei dem Verkauf der Firma insgesamt. In beiden Fällen sind zahlreiche amerikanische Vorschriften zu beachten, die beispielsweise dem Schutz der Angestellten dienen, oder deren 401(k) Rentenoptionen regeln.